EU Benchmark-Verordnung

Die EU Benchmark-Verordnung ist seit dem 1. Januar 2018 anwendbar. Sie betrifft EU und Nicht-EU ansässige Administratoren, deren Indizes (Benchmarks) in der EU als Referenzwert bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten oder zur Messung der Wertentwicklung eines Investmentfonds verwendet werden. Im Vereinigten Königreich werden die Regeln für die Administration und Nutzung dieser Benchmarks nach einem „Brexit“ inhaltlich nicht von denen der EU abweichen.

Etablierten Benchmark-Administratoren aus der EU und aus Drittstaaten wird eine Übergangsfrist von zwei Jahren gewährt, diese gilt sowohl für die EU als auch für das Vereinigte Königreich. Das bedeutet, dass Kunden der Deutsche Börse AG (DBAG) bestehende und neu entwickelte Deutsche Börse-Indizes bis zum 1. Januar 2020 in Übereinstimmung mit den entsprechenden Übergangsregelungen verwenden dürfen, selbst wenn die Deutsche Börse-Indizes noch nicht im ESMA-Benchmarks-Register enthalten sind.

Wir sind seit jeher der Genauigkeit und Integrität unserer Indizes verpflichtet und haben die Anforderungen der IOSCO-Prinzipien für finanzielle Referenzwerte (IOSCO Principles for Financial Benchmarks), die als globales Standard-Regelwerk für finanzielle Referenzwerte gelten, bereits vor Inkrafttreten der EU Benchmark-Verordnung erfüllt.

Die DBAG verfügt über umfassende Kontrollstrukturen, unterstützt von streng überwachten IT- und operativen Prozessen. Auf dieser Grundlage haben wir unsere Prozesse und Indizes eingehend geprüft, um deren Compliance mit der EU Benchmark-Verordnung sicherzustellen.

 

Übertragung der Administration von Indizes der Deutsche Börse AG

STOXX Ltd. (STOXX) hat bei der zuständigen nationalen Aufsichtsbehörde gemäß Artikel 32 der EU Benchmark-Verordnung einen Antrag auf Anerkennung gestellt, um die Aufnahme der von STOXX bereitgestellten Indizes in das ESMA-Benchmarks-Register zu erreichen.

Darüber hinaus hat das Europäische Parlament am 17. April 2019 Anpassungen der EU Benchmark-Verordnung im Interesse der Marktteilnehmer beschlossen, die eine weitere Verlängerung der Übergangsphase für Benchmark-Administratoren aus Drittstaaten bis zum 31. Dezember 2021 vorsieht. STOXX plant jedoch, von diesen Regelungen keinen Gebrauch zu machen.

Um im Index-Geschäft der Gruppe Deutsche Börse Synergien zu realisieren, plant die DBAG die Administration (wie unter der EU Benchmark-Verordnung definiert) der DBAG-Indices (DAX, eb.rexx, etc.) an STOXX zu übertragen. Die Übertragung der Administration hat keine Auswirkung auf das Vertragsverhältnis zwischen der DBAG und DBAG-Indexkunden.

 

Auswirkungen der Axioma-Übernahme

Im Zusammenhang mit dem Erwerb von Axioma, Inc. beabsichtigt die Deutsche Börse AG Ihr Indexgeschäft auf eine neues Unternehmen innerhalb der Gruppe Deutsche Börse zu übertragen. Dies hat keine Auswirkungen auf den oben beschriebenen Vorgang bzgl. der Übertragung der Administration der DBAG Indices.

Die Axioma-Transaktion ist abhängig von der Freigabe durch die Kartellbehörden sowie sonstiger üblicher Bedingungen. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2019 erwartet.

Die DBAG prüft die Auswirkungen auf DBAG-Index-Kunden (z.B. Vertragsverhältnisse, technische Anbindung, etc.) und wird im Bedarfsfall aktiv auf diese zugehen.

Weitere Informationen zur Axioma-Übernahme finden Sie hier.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an  customersupport@stoxx.com.